Neue Diplomausbildung «Experte/Expertin Bewegungs- und Gesundheitsförderung»

Im Rahmen der Weiterentwicklung der beruflichen Weiterbildung plant der SFGV nun als Anschluss an den neuen Fachausweis «Spezialist/Spezialistin Bewegungs- und Gesundheitsförderung» eine Diplomausbildung «Experte/Expertin Bewegungs- und Gesundheitsförderung ». Diese Ausbildung soll die oberste Stufe der Berufsbildung innerhalb der Fitnessbranche sein, nach Berufslehre und Fachausweis. Die auf dieser Ebene ausgebildeten Mitarbeiter sollen in der Lage sein, auch Kunden mit Beschwerden so zu trainieren, dass sie wieder beschwerdefrei werden. In diesem Zusammenhang erlaube ich mir, der Branche einen Vorschlag für eine Definition von Medical Fitness zu machen, der als Grundlage für die geplante Diplomausbildung dienen soll.

Ich freue mich auf ein möglichst breites Feedback dazu: Medizinische Fitness (engl. medical fitness) wird auch «Medizinisches Fitnesstraining», «Medizinisches Training », «Präventionstraining», «Gesundheitstraining», «gesundheitsorientiertes Training» oder «gesundheitsorientiertes Fitnesstraining» genannt, wobei als Überbegriff «Gesundheitsbewegung» gesehen werden kann.

Bei der Gesundheitsbewegung ist die primäre Motivation gesundheitlich begründet, also zur Vorbeugung und/oder Prävention, Stabilisierung und Wiederherstellung. Das Training erfolgt mit erprobten Systemen und Programmen, die Leistung ist sekundär. Medizinische Fitness wird definiert als präventives, aktives Bewegungsprogramm mit medizinischtherapeutischer Betreuung.

Voraussetzung für medizinisches Fitnesstraining ist eine Eingangsanamnese, die durch einen Experten Bewegungs- und Gesundheitsförderung (Fachhochschule mit Diplomabschluss, eidgenössisch anerkanntes Diplom) durchgeführt wird. Daraus werden gemeinsam mit dem Kunden Ziele definiert, die durch das Training erreicht werden sollen.

Der Experte für Bewegungs- und Gesundheitsförderung erstellt anhand der Eingangsanamnese einen individuellen, auf den Kunden angepassten Trainingsplan, der physische Schwächen und Schmerzpunkte des Patienten berücksichtigt sowie seinen persönlichen Lebensstil miteinbezieht. In vorher festgelegten Abständen werden Kontrolluntersuchungen und Beratungsgespräche durchgeführt, um den Trainingsfortschritt zu dokumentieren und den Trainingsplan punktuell an die Ziele anpassen zu können. Unter medizinische Fitness fallen Krafttraining mit oder ohne Geräte, Ausdauertraining sowie Kursinhalte.

Zusammenfassend kann medizinische Fitness sowohl als primärpräventives als auch als tertiärpräventives Training mit dem Ziel, den Gesundheitszustand durch körperliche Aktivität zu erhalten oder zu verbessern, beschrieben werden.

Neudefinition durch Roland Steiner, Vizepräsident SFGV

Quelle: Wikipedia, Deutsche Trainer Akademie (DTA), Jens Freese, Köln