Tagesprogramm – GesundheitsTag 2026
Am 29. Mai 2026 triffst du genau die, mit denen du weiterkommst.
10.30 Uhr bis 12.00 Uhr - Forum West
Together-Apéro Besuch der Aussteller, Knüpfen von Kontakten Austausch mit Berufskolleginnen und Berufskollegen
12.00 bis 13.30 Uhr - Aare (mit französischer Übersetzung)
Mitgliederversammlung mit Key Note von Stefan Kaufmann, Generalsekretär FMH
13.30 bis 15.45 Uhr - Forum West
Lunch und Besuch der Ausstellung Austausch mit Ausstellern und Berufskolleginnen und - kollegen. Stehlunch mit Buffet.
Ab 17:30 Uhr:
«come together night Party» (Anmeldung erforderlich)
Anmeldung GesundheitsTag 2026 »
Workshops / Vorträge
Führen mit Herz - Mitarbeitermotivation aus Arbeitgebersicht
Nicolai Loboda – Gesundheits- und Ernährungsspezialist
15.45 bis 16.30 Uhr – Aare (Übersetzt) – SFGV-Workshop 1
Finden Sie Antworten auf Fragen wie "Was treibt mich selber an? Was ist mir wichtig? Was ist anderen wichtig?“.
Erhalten Sie Inspiration für Teambildungstools und Möglichkeiten, wie Sie die richtige Atmosphäre kreieren können. Auch spannende Tipps zur Selbstregulation dürfen Sie erwarten sowie den einen oder andern AHA-Moment.
Positionierung im umkämpften Markt
Andy Ruf – Marketing- und KI-Coach
15.45 bis 16.30 Uhr – Aare 1 (Übersetzt) – SFGV-Workshop 2
Simplify chronic back pain
Ferry Pingitzer – Inhaber Physio Oberaargau, Langenthal
11.00 bis 11.45 Uhr – Aare 2 – Physio-Vortrag 1
Chronische Rückenschmerzen stellen Therapeutinnen und Trainerinnen häufig vor besondere Herausforderungen: hartnäckige Beschwerden, wechselnde Verläufe, geringe Fortschritte und Patient*innen, die mit Sorgen, Rückzug oder tief verankerten Überzeugungen kämpfen. Der Vortrag knüpft an die Erkenntnisse der großen Restore Trail von O'Keeffe & O’Sullivan (2023) an und zeigt, wie ein modernes, personenzentriertes Vorgehen auch bei komplexen Fällen wirksam unterstützen kann.
Ein zentrales Element sind praxisnahe Bausteine wie das Erkennen und Auflösen von sticky beliefs und verbreiteten Rückenmythen, das Making Sense of Pain sowie das Breaking Old Habits, also das Aufbrechen übervorsichtiger Schutzhaltungen und rigider Bewegungsmuster. Dabei wird verständlich vermittelt, dass therapeutisches Denken mehr im biopsychosozialen Modell verankert sein sollte.
Krumme Sitzhaltungen, Bücken mit rundem Rücken – und auch Heben mit rundem Rücken – können sicher und unbedenklich sein, sofern die Bedingungen gegeben sind.
Auf Basis typischer klinischer Präsentationsprofile erhalten die Teilnehmenden klare Anhaltspunkte, wie edukative Gespräche, Kommunikationsstrategien, funktionelle Tests und ein individuell dosiertes Training kombiniert werden können, um Patient*innen vom Schmerz zurück in mehr Vertrauen, Aktivität und Selbstwirksamkeit zu begleiten.
Der Vortrag liefert praktische Tools, strukturierte Leitfäden und direkt umsetzbare Strategien, die Trainerinnen und Therapeutinnen helfen, komplexe Schmerzpatient*innen besser zu verstehen und im Trainings- und Therapiealltag wirksamer zu unterstützen.
Die Schulterprothese «State of the Art 2026»
Dr.med. Marcel Isay – Spezialarzt für orthopädische Chirurgie und Sportmedizin SGSM
13.45 bis 14.30 Uhr – Aare 2 – Physio-Vortrag 2
Der Ersatz des Schultergelenks hat in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht und liefert heute vergleichbar gute Resultate wie der Einbau von künstlichen Hüft- und Kniegelenken.
Die Hauptgründe für den Einbau einer Schulterprothese sind entweder eine isolierte Arthrose des Schultergelenks oder eine ausgedehnte, nicht reparable Rotatorenmanschettenläsion. Während bei einer alleinigen Arthrose in der Regel eine konventionelle Schulterprothese ausreicht, ist bei nicht operablen Sehnenverletzungen der Einsatz einer sogenannten inversen Schulterprothese erforderlich.
Dank der speziellen Bauweise dieser Prothese kann das Schultergelenk auch bei fehlender oder stark eingeschränkter Muskulatur gut bewegt werden. Heute werden deshalb überwiegend inverse Schulterprothesen implantiert.
Ein entscheidender Faktor ist der richtige Zeitpunkt für eine mögliche Operation. Grundsätzlich sollten zunächst alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Nach dem operativen Eingriff ist eine intensive, frühfunktionelle Nachbehandlung mit Physiotherapie notwendig. Während der ersten sechs Wochen nach der Operation darf das Schultergelenk jedoch noch nicht frei bewegt werden.
In den meisten Fällen führt der Einbau einer Schulterprothese zu einer deutlichen Schmerzreduktion bis hin zur Schmerzfreiheit sowie zu einer guten Wiederherstellung der Schulterfunktion.
Superkompensation – Trainingsanpassung neu denken
Stefano Limone – Physiotherapeut B.Sc., Inhaber PhysioBasel
14.35 bis 15.20 Uhr – Aare 2 – Physio-Vortrag 3
Superkompensation erklärt Training nur unvollständig. Leistung steigt nicht automatisch – Anpassung entsteht durch gezielte Zellkommunikation.
In diesem Vortrag zeigt Stefano Limone, wie Training als Reiz in der Muskelzelle über Signaltransduktion übersetzt wird: Belastung aktiviert Rezeptoren, Signalkaskaden verändern die Genexpression, und daraus entsteht Umbau.
Welche Anpassung folgt, hängt vom Signalprofil ab: Mechanische Spannung fördert Hypertrophie, Energiemangel verbessert die aerobe Kapazität, Kalziumsignale beeinflussen Fasertypen und Ausdauer. Entscheidend ist nicht nur Intensität oder Umfang, sondern welche Signalwege wie lange aktiv sind – und wie sie sich gegenseitig beeinflussen.
Regeneration ist keine Pflichtpause, sondern die Phase der Anpassung, moduliert durch Ernährung, Schlaf und Stress.
Bottom line: Weniger Magie, mehr Biologie – Training gezielt steuern statt hoffen.
Neurozentriertes Training: Vom Gehirn zur Bewegung
Simon Deussen – Therapeut, eigene Praxis, Dozent an der THIM
15.25 bis 16.10 Uhr – Aare 2 – Physio-Vortrag 4
Effektive Bewegung beginnt im Gehirn!
Neurozentriertes Training (NZT) stellt das Nervensystem als zentrale Steuerungseinheit in den Mittelpunkt und erweitert traditionelle Ansätze um eine entscheidende Dimension: die gezielte Optimierung neuronaler Steuerungsprozesse.
Kernthemen des Vortrags:
Das Gehirn übernimmt die Hauptrolle bei der Kontrolle von Bewegung, Koordination, Kraft, Gleichgewicht und Reaktion. Durch gezielte Aktivierung sensorischer und motorischer Funktionen – von visuellen und vestibulären Systemen bis zur Propriozeption – entstehen messbare Vorteile für die Praxis: verbesserte Bewegungssteuerung, schnellere Therapie- und Trainingserfolge, erhöhte Bewegungssicherheit, Schmerzlinderung und reduziertes Verletzungsrisiko.
Synchronisieren Sie Gehirn und Körper – von der Hardware zur optimalen Bewegungssoftware!
